Mierendorffplatz: Gartendenkmal
1887 Planung
Bei der Planung für diesen Stadtteil in Charlottenburgs 1887 wurde ein Platz abgesteckt und nach König Gustav Adolf von Schweden benannt. Gedacht war an ein Wohnviertel für einfachere Leute, wie es dann im Wesentlichen bis 1914 entstanden ist.
1912 Bau
Lange hat der Platz brachgelegen, bis der neue Gartendirektor...
...Erwin Barth im Januar 1912 eine Begrünung entwarf, die bereits 1913 ausgeführt war. Es war Barths erste Arbeit in Charlottenburg.
Die Anlage war in zwei Teile unterschiedlicher Funktionen unterteilt: einem Spielplatz im Norden und einem Blumengarten im Süden. Der Spielplatz war zunächst eine Sandfläche ohne Geräte. Der Blumengarten wurde durch ein Achsenkreuz mit einem Springbrunnen in der Mitte geprägt. Die Rabatten im Platzinneren waren mit den Rosen 'Orleans' und 'Jessie' bepflanzt, die rahmenden Rabatten mit Stauden und Sommerblumen. Die ganze Anlage wurde von kastenförmig geschnittenen Platanen gerahmt.
1946 ZwischennutzunNach großen Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde die Fläche in den ersten Nachkriegsjahren für Kleingärten genutzt, 1950-1951 aber wieder als öffentliche Anlage hergerichtet.
1950 Namensgebung
Seit 1950 heißt der Platz nach dem Journalisten und Politiker Dr. Carlo Mierendorff (1897-1943), einem SPD-Mitglied und Gegner des Nationalsozialismus.
1978 U-Bahn-Bau und historischer Wiederaufbau
Die 1978 in Betrieb genommene Verlängerung der U-Bahnlinie 7 vom Richard-Wagner-Platz nach Rohrdamm kreuzte den Platz, unter dem ein Bahnhof gebaut wurde. Die in offener Bauweise durchgeführten Arbeiten machten eine weitgehende Abräumung der Anlagen notwendig. Bei der anschließenden Wiederherstellung hielt man sich eng an die Entwürfe Barths, die man auch angesichts heutiger Bedürfnisse für zeitgemäß und sinnvoll hielt. Brunnen, Bänke, Blumensäulen, Tore, Wegebeläge und Lampen wurden originalgetreu nachgebildet, die Rabatten wieder mit Stauden und Sommerblumen "in leuchtenden Farben und in bunter Fülle" (Barth) bepflanzt.
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Fahrplanauskunft
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